Jugendgottesdienst
2004
Zeit für sich – Zeit für Gott
Schlussgedanken
Zeit für sich – Zeit für Gott. Haben wir diese Zeit in
unserer heutigen hektischen Gesellschaft überhaupt noch in
ausreichendem Maße? Zu sehr eingeengt ist der Tagesablauf von
vielen von uns. Da wird lieber einmal auf die Besinnung unseres
Glaubens verzichtet, als irgendeine andere Tätigkeit hinten
anzustellen.
Die einheitliche Gestaltung des Sonntags in einer dörflichen
Gemeinschaft, ja sogar in der Familie ist selten geworden. Zu
vielfältig haben sich die unterschiedlichen Interessen und auch
die Mobilität im Laufe der Jahre entwickelt.
Die Vorstellungen der Kirche sind aber nach wie vor die alten:
Für uns Christen soll der Sonntag nicht nur Arbeitszeit oder
Freizeit sein, sondern vor allem der Erholung dienen, und dass wir uns
Zeit für Gott nehmen.
Einer Focus- Umfrage zufolge sehnen sich fast 60 % der Deutschen nach
mehr Ruhe und Erholung im ganzen Alltagsstress. Die typischen
Krankheiten der heutigen Zeit sind auch bekannt: tagtägliche
Erschöpfung, stressbedingte Herzinfarkte bis hin zum sogenannten
Burnout– Syndrom.
Gönnen wir uns doch einmal kleine Pausen ganz gegensätzlich
zur Meinung, dass nur wer unter Stress steht und das auch zeigen kann,
wirklich etwas leistet. Ziehen wir uns an einen ruhigen Ort ohne
Lärm und Hektik zurück und lassen uns nicht von den
vielfältigen Reizen der heutigen Gesellschaft beeinflussen.
Das Thema unseres Jugendgottesdienstes, also „Zeit für sich – Zeit
für Gott“ kann man aus vielerlei Blickwinkeln sehen. So ist die
Zeit, die wir mit Gott verbringen, in der wir glauben oder uns besinnen
immer auch Zeit für uns. Wir gehen in diesen Momenten in uns und
haben unsere Gedanken an Gott fixiert und rund um uns bedrückt uns
nichts anderes. So ist der Moment „Zeit für sich“ ein Moment der
Selbstmeditation, in der wir unsere Gedanken sammeln.
Zum Abschluss möchte ich Euch allen im Namen der Landjugend
Frauenberg noch einen schönen und vor allen Dingen erholsamen
Sonntag wünschen.